Fortpflanzung und Geburt

Fortpflanzung und Geburt einer Katze


 

Ist der Deckakt erfolgreich, kommt es nach ungefähr 36 Stunden zur Ovulation. Das Ei ist zu diesem Zeitpunkt, im Gegensatz zum Hund, bereits befruchtungsfähig. Die Befruchtung durch die Spermien erfolgt im Eileiter. Nach einer knapp 2 wöchigen Wanderung und mehrmaligen Zellteilungen im Eileiter und Gebärmutter entsteht eine Blastozyste, ein Mehrzellstadium des befruchteten Eies, die sich in die Gebärmutterwand einnistet. Es bildet sich rasch eine gürtelartige Plazenta um den Fötus an, die den Stoffaustausch mit der Mutter gewährleistet.
Ungefähr 14 Tage nach dem Deckakt können die Feten als kugelartige Gebilde durch die Bauchwand ertastet werden. Eine eindeutige Diagnose einer Trächtigkeit ist mit ungefähr 3 Wochen mit einer Ultraschalluntersuchung möglich. Zu diesem Zeitpunkt sind fetale Strukturen, sowie der Herzschlag darstellbar. Um die Anzahl der Welpen zu erfahren, ist mit ungefähr 7 Wochen eine radiologische Untersuchung am geeignetsten. Dabei lassen sich auf dem Röntgenbild bereits die ersten knöchernen Strukturen wie Schädel und Wirbelsäule darstellen.
Vor allem im letzten Drittel der Trächtigkeit steigt der Kalorienbedarf des Muttertieres und das Körpergewicht nimmt zu. Übergewichtige Tiere neigen jedoch zu Geburtsschwierigkeiten, bei untergewichtigen Kätzinnen besteht dagegen die Gefahr, dass sie ihre Körperkondition während der Laktationsphase nicht aufrechterhalten können.
Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer beträgt 64 Tage, kann aber je nach Wurfgröße 59 bis 70 Tage, ab Deckdatum gerechnet, dauern. Die maximale Reproduktionsleistung (d.h. Anzahl Welpen pro Wurf oder Jahr und Aufnahmefähigkeit) erreicht die Kätzin im Alter von 3 Jahren und kann sie bis zum 6. Lebensjahr aufrechterhalten. Sinkende Fruchtbarkeit, schlechtere Aufnahme und kleiner werdende Würfe, sowie die steigende Welpensterblichkeit und das erhöhten Risiko für Erkrankungen, sind Gründe, weshalb mit Kätzinnen, die älter als 8 Jahre sind, nicht mehr gezüchtet werden soll.

Ein häufiges Anzeichen einer nahenden Geburt ist die Futterverweigerung während der letzten 1 oder 2 Trächtigkeitstagen. Während der ersten 6 bis 12 Stunden sind die Tiere unruhig und nesteln. In dieser Phase öffnet sich gleichzeitig der Gebärmuttermund. Die Wehentätigkeit an sich ist zu Beginn äußerlich nicht erkennbar. Sobald der erste Welpe von der Gebärmutter in den Geburtskanal eintritt, beginnt die eigentliche Austreibungsphase. Dabei werden durch Dehnung der Rezeptoren im Bereich des Muttermundes reflektorisch die Austreibungswehen eingeleitet, die durch starke Kontraktionen der Bauchmuskulatur von außen gut sichtbar sind. Diese Presswehen können manchmal, mit schwankender Intensität, ein paar Stunden andauern bis der erste Welpe geboren wird. Zeigt die Kätzin konstantes Pressen ohne Geburt eines Welpen, besteht der Verdacht auf eine Geburtsstörung. Normalerweise werden die Welpen in Intervallen von weniger als 1 Stunde geboren. Die Nachgeburten folgen innerhalb von 5 bis 15 Minuten nach der Geburt des jeweiligen Welpen. Die Mutterkätzin befreit normalerweise den Welpen von den Häuten der Fruchtblasen, reinigt ihn, durchtrennt die Nabelschnur und frisst sofort die Nachgeburt auf. Bleiben Reste der Eihäute auf dem Kopf des Welpen zurück, die seine Luftwege verkleben, muss der Besitzer diese vorsichtig entfernen. Die leckende Zunge der Mutterkätzin hat nicht nur einen reinigenden und Stoffwechselanregenden Effekt, sondern bildet die Grundlage für die enge Bindung zwischen Kätzin und ihrem Nachwuchs. Mutterkätzinnen, die ihre Welpen säugen, zeigen keinen Brunstzyklus. Man nimmt an, dass das Saugen während der Laktation eine hemmende Wirkung auf den Eierstock hat. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass sich eine Geburt über 12 bis 24 Stunden hinzieht, das Risiko für Totgeburten ist dann erhöht. Der Abgang von leberähnlichem Gewebe während der Geburt von normalen Welpen kommt oft vor. Dabei handelt sich es um teilweise resorbierte oder mumifizierte Feten die während der Trächtigkeit abgestorben sind. Am häufigsten sieht man dies bei sehr großen Würfen; vermutlich ist eine Überbelegung der Gebärmutter die Ursache für den Fruchttod
Berechnung des Wurftages bei Katzen
Bitte denkt daran, dass es je nach Kätzin auch zu kürzeren oder längeren Tragezeiten kommen kann.

Bitte geben Sie hier den ersten Tag ein an dem Ihre Katze gedeckt wurde:

Die Berechnung geht von 64 Trächtigkeitstagen (inkl. 1 Tag bis zum Ei-Sprung) aus.

 

 

 

 


                                                                                                             Die 3 möglichen Geburtslagen
       

1. Die Kopflage ist die häufigste und natürlich die einfachste. Es gibt schon mal ein bisschen Probleme, wenn der Kopf sehr dick ist, ist aber die Ausnahme.
   

2. Die Rücklage (häufig bei Züchtern verwechselt mit der Steisslage) ist auch sehr häufig und macht eigentlich nur Probleme, wenn die Katze schwach ist und schwache Wehen hat.
   

3. Am Schwierigsten ist die Steisslage, da das Kätzchen zuerst mit mit dem Hinterteil und am Körper angelegten Beinen austritt. Es ist kein Beinchen und kein Schwänzchen da das man zur Unterstützung greifen kann.

           

Und was ist es Weiblich oder Männlich ???

Es ist gar nicht so einfach bei kleinen Babys herauszufinden, ob es sich um einen Kater oder eine Kätzin handelt. Auf der Abbildung ist der kleine aber feine Unterschied gut zu erkennen. Nehmen Sie das Baby auf den Schoß und drehen Sie es um. Unterhalb des Schwanzansatzes liegt der After. Dicht darunter ist eine Vertiefung. Spreizen Sie die Haut dort vorsichtig. Sehen Sie eine längliche, spaltförmige Öffnung, ist es ein Kätzchen. Beim Kater finden Sie - in einem größeren Abstand vom After als bei der Katze - ein rundes Löchlein vor; vielleicht ist darin der rosige Kegel des Penis sichtbar.

                                                                                                                  

         Bei einem Kätzchen liegt die Scheide direkt unter dem Anus.                     Bei einem Kater erscheint unter dem Darmausgang eine kleine dunklere d                                                                                                                                           Wölbung, in der sich der Hoden entwickelt und darunter sitzt der Penis